SGM

SGM 2. Runde vom 2. Dez. 2017

Köniz-Bubenberg 3        -           Thuner Schachfreunde 1                                      1 : 3

Brett SKKB 3   Thuner SF 1 Resultat
1 Sirlei Käsermann (w) - René Finger (Elo 1947) 0 : 1
2 Frank Müller (s) - Peter Trachsel (1739) 0 : 1
3 Manuel Koller (w) - Ulrich Eggenberger (1851) 1/2 : 1/2
4 Peter Mäder (s) - Beat Wild (1710) 1/2 : 1/2

Sirlei hatte wirklich Pech, denn nach einer Analyse von René zeigte es sich, dass ein schöner Figurengewinn für Weiss möglich gewesen wäre. Die Chance kam nicht wieder und René konnte den ganzen Punkt einfahren. Frank kämpfte hart, am Schluss lag's an einem weissen Mehrbauern, der entschied. Peter hatte nach einer Materialschlacht, aus der er mit Turm, Läufer und Springer gegen seine Dame hervorging, eine überlegene Stellung, denn sein Damenläufer und sein Springer standen sehr stark, und die schwarzen Türme waren auf der f-Linie verdoppelt gegen einen schwachen weissen Bauern auf f2. Um kein Risiko einzugehen, dass die weisse Dame sich eines Tages eine Figur schnappt, willigte er ins Remis ein. Mir gelang es nach Abtausch aller Schwerfiguren trotz Läuferpaar (gegen L + S sowie Doppelbauer von Schwarz) nicht, die Stellung zu verstärken, so dass wir nach 44 Zügen durch dreimalige Zugwiederholung Frieden schlossen.

Manuel Koller

 

SGM 7. Runde vom 11. März 2017

Biel Mett Madretsch        -           Köniz-Bubenberg 3                3 : 1

Brett Biel Mett Madretsch   SKKB 3 Resultat
1 Francis Girod - Sirlei Käsermann (s) 1 : 0
2 Pierre-Alain Kohler - Manuel Koller (w) 1 : 0
3 Shukri Rama - Peter Mäder (s) 0 : 1
4 Jesus Lopez - Frank Müller (w) 1 : 0

Glücklicherweise hat Peter mit seinem Gegner kurzen Prozess gemacht und den Ehrenpunkt geholt! Bei allen andern lief's nicht wie geplant: Sirlei hätte nach langem Kampf beinahe noch das Remis erreicht, konnte aber schliesslich gegen den weit vorgerschrittenen Freibauern des Gegners auf c6 nichts ausrichten. Manuel übte stets starken Druck auf die schwarze Stellung aus, verlor jedoch nach einem kapitalen Bock einen Springer und damit die Partie. Auch Frank verlor, in sehr ausgeglichener Stellung, im Endspiel auf wundersame Weise eine Figur, was ihn den ganzen Punkt kostete.

Manuel Koller

 

SGM 6. Runde vom 25. Feb. 2017

Köniz-Bubenberg 3         -           Lyss-Seeland 2                0.5 : 3.5

Brett SKKB 3   Lyss-Seeland 2 Resultat
1 Sirlei Käsermann (w) - Patrick André Pantillon 1/2 : 1/2
2 Manuel Koller (s) - Victor Balli 0 : 1
3 Peter Mäder (w) - André von Ins 0 : 1
4 Frank Müller (s) - Matthias Stucki 0 : 1

Anmerkung von Manuel: Vorsicht gegen Eröffnungsfallen mit Schottisch! In der bisher kürzesten Turnierpartie meines Lebens bin ich mit Schwarz in eine Eröffnungsfalle geplumpst, die zuggetreu (!) im Buch von Snosko-Borowksy "Eröffnungsfallen am Schachbrett" abgedruckt ist (Falle Nr. 47). Sie geht so: 1. e2, e5; 2. Sf3, Sc6; 3. Lc4, Le7; 4. d4, dxe4; 5. c3, dxc3; 6. Dd5 Zu diesem Zug schreibt Snosko-Borowski: "Wegen vermeintlich undeckbaren Matts sind an dieser Stelle schon Partien aufgegeben worden." Ich habe den Ausweg leider auch nicht gesehen und mit 6...d6?? die Partie beendet. Dabei kann Schwarz mit 6....Sh6, 7. Lxh6, 0-0 die Gefahren abwenden und, je nach Fortsetzung von Weiss, sogar zu gefährlichem Gegenspiel kommen.
Darf nachgeahmt werden, aber nur mit Weiss!

Manuel Koller

 

SGM 5. Runde vom 4. Feb. 2017

Köniz-Bubenberg 3         -           SK Biel 2                            0.5 - 3.5

Brett SKKB 3   SK Biel 2 Resultat
1 Sirlei Käsermann (w) - Sacib Zumberi 1/2 : 1/2
2 Peter Mäder (s) - Kurt Funk 0 - 1
3 Felix Spahr (w) - Elmer Koch 0 - 1
4 Urs Härdi (s) - Günter Kopp 0 - 1

 

SGM 4. Runde vom 21. Jan. 2017

Zollikofen 2                 -               Köniz-Bubenberg 3             0.5 : 3.5

Brett Zollikofen 2   SKKB 3 Resultat
1 Rolf Rubin - Manuel Koller (s) 0 : 1
2 Walter Mühlemann - Sirlei Käsermann (w) 0 : 1
3 Hans Glauser - Urs Härdi (s) 0 : 1
4 Andreas Zahnd - Frank Müller (w) 1/2 : 1/2

Mit genügend Zeitreserve im Gepäck starteten wir gegen 13 07 am Bahnhof Bern. Meine herausgesuchte Verbindung klappte dann beim zweiten Umsteigen aber nicht wie geplant, womit wir irgendwo in Zollikofen standen und auf den nächsten Bus in 10 Minuten hätten warten sollen. Wir entschieden uns jedoch zu Fuss Richtung Spiellokal auf den Weg zu machen, anstatt in der Kälte zu warten. So kamen wir noch zu ein bisschen Bewegung und konnten zusätzlichen Sauerstoff in unsere Köpfe pumpen. Mit frischem Sauerstoff in den Hirnzellen gewinnt es sich schliesslich auch einfacher, hatten wir noch gewitzelt. Zu dem Zeitpunkt hätten wir wohl noch nicht direkt darauf gewettet.

Um 13 45 Uhr trafen wir dann im Spiellokal ein und konnten pünktlich um 14 00 Uhr starten. Bereits nach einer knappen Stunde zeichnete sich bei Manuel ein zeitlicher Vorteil ab. Dies meine Beobachtung aus der Ferne. Doch nicht nur die Zeit, sondern auch die Position sprachen bereits für einen guten Ausgang zu unseren Gunsten. Manuel punktete also souverän als erster. Dies zudem noch am ersten Brett. Der Start war also geglückt.

Frank, welcher direkt neben mir sass, war zeitlich wie auch positionell ausgeglichen. Beide liessen beim Gegner nicht viel zu. Was dann auch für Frank bedeutete, dass er sich keinen besonderen Vorteil erspielen konnte, wie dies sonst oft im Laufe der Partie bei ihm zu beobachten ist. Nach fast dreieinhalb Stunden einigten sich die beiden auf ein Remis. Eine Kurzanalyse zwischen Manuel und Frank nach der Partie ergab, dass Frank sich mittels eines Königszuges vielleicht einen Raumvorteil hätte erspielen können. Ob dies den Sieg gebracht hätte, bleibt für uns aber im Dunkeln und hier ausserhalb dieser Zeilen.

Ich erreichte mein Ziel kurz nachdem das Remis von Frank besiegelt war. Ich kam in ganz angenehmem Tempo aus der Eröffnung. Die Dame und der Läufer meines Gegners waren hinter drei Bauern vergraben und grösstenteils passiv. So entwickelte sich das Spiel dann in eine Richtung, die mir gefiel. Nach dem Damentausch standen wir figurentechnisch ausgeglichen. Dafür waren meine Figuren aber aktiv und an den richtigen Orten postiert. Ich war gerade daran in den Angriff zu gehen, als sich mein Gegenüber entschloss, das Spiel aufzugeben. Für ihn wurde die Partie schlicht zu lange. Dass ich das Spiel wirklich gewonnen hätte ist zwar anzunehmen. Dennoch muss das ja jeweils auch zuerst gespielt sein. Mein Sieg besiegelte schliesslich den Mannschaftssieg bereits vorzeitig.

Blieb also noch Sirlei. Sie war zu diesem Zeitpunkt noch in einer relativ neutralen Position, was die Figuren anging.  Sie konnte aber kurz darauf durch einen gelungenen Zug einen Springer gewinnen. Und nun war es natürlich lanciert. Nicht nur die Beobachter, sondern auch Sirlei sah die schöne Kombination, mit welcher sie den Gegner endgültig in die Knie zwingen konnte. Mit einem Opferangebot ihres Springers, der bei Annahme zu einem direkten Matt geführt hätte, gab ihr Gegner sich geschlagen. Denn auch beim Verzicht auf das Schlagen dieser Figur wäre das Matt unausweichlich gekommen. Eine äusserst schöne Siegeskombination, um den gelungen Schachtag abzurunden.

Ein sehr schöner Sieg!

der Mannschaftsleiter, Urs

 

SGM 3. Runde vom 3. Dezember 2016

Köniz-Bubenberg 3          -            Münsingen 2            2 : 2

Brett SKKB 3   Münsingen 2 Resultat
1 Manuel Koller (w) - Lukas Oestmann 1/2 : 1/2
2 Sirlei Käsermann (s) - Ruben Häberli 1/2 : 1/2
3 Urs Härdi (w) - Stefan Franz 1 : 0
4 Ambros Binz (s) - Jan Bachmann 0 : 1

Nachdem wir im Vorfeld dieser Runde einige Spielerverschiebe-Umtriebe hatten, sind wir am Samstag dann mit Manuel verstärkt zur dritten Runde SGM angetreten. In der Hoffnung, das erste Mal in dieser Saison nicht wieder klar zu verlieren. Ein Sieg wäre das von uns Erhoffte gewesen. Unsere Gegner, allesamt noch jung und mit einem Elo-Durchschnitt von ca. 1600, verhiessen die Chance, für einmal nicht unterzugehen.

Ambros am letzten Brett war zu seiner ersten SGM Partie angetreten. Noch keine offizielle Elo-Zahl und noch keine Erfahrung in Meisterschaftspartien, ging er ganz locker und leicht in seinen ersten Ernstkampf. Seine Eröffnung entwickelte sich gut und so konnte er mit guten Aussichten ins Mittelspiel übergehen. Seine Chancen standen gut, bereits beim ersten Spiel nicht leer auszugehen. Dann unterlief ihm aber der berühmt berüchtigte Schnitzer, welcher die 3-stündige Arbeit auf einen Schlag zunichte macht. Er verlor einen Turm und das Blatt wendete sich innert kürzester Zeit zu seinen Ungunsten. Nach ein paar weiteren Zügen, als ihm weitere unmittelbare Verluste drohten, gab er schließlich auf. Obwohl die Partie verloren ging, kann man durchaus von einem guten Einstieg sprechen. Schliesslich war sein Gegner entsprechend gefordert, um den Sieg einzufahren.

Ich hatte ebenfalls zu kämpfen. Im ersten Zug die falsche Figur gezogen, ergab sich für mich eine komplett neue Situation auf dem Brett. Das erforderte Einiges an Denkarbeit, um nicht gleich von Anfang an in Schräglage zu geraten. Glücklicherweise war es auch für meinen Widersacher ähnlich. So blieben wir über weite Strecken ausgeglichen. Für beide mit spannenden Optionen. Gegen Ende der Partie wurde es dann ganz brenzlig. Ich stand unter Druck, hatte aber eben auch einige interessante Ideen. Beim Abwehren des gegnerischen Angriffs übersah ich einen Figurenverlust. Dieser wäre fatal gewesen und das Spiel verloren, jedoch war mein Gegner der Überzeugung, bereits vorher siegreich ein Schachmatt bieten zu können. Als dies dann kein schachmatt war, verlor er seine Konzentration und machte den entscheidenden Fehlzug, der mich zum Sieger werden liess.

Manuel am ersten Brett spielte während der ganzen Partie immer ziemlich ausgeglichen. Doch unterlief ihm ein gröberer Fehler, als er anstatt eines kräftigen Bauernvorstosses einen zahmen Springerrückzug spielte, der ihn einen Bauern und nahezu die Partie kostete. Die Partie entwickelte sich zu einem Endspiel, in dem Schwarz drei Bauern in Form von verbundenen Freibauern für einen Springer hatte. Durch ständige Springerschachs konnte Manuel ein Vorrücken der Bauern verhindern, und die Partie endete remis.

Auch Sirlei kam mit ihren schwarzen Figuren ziemlich gut ins Spiel. Sie beschäftigte ihren Gegner andauernd, was denn auch dazu führte dass sich dieser wohl nicht genauso wie gewünscht entwickeln konnte. Und obwohl sich die Partie immer weiter zog, konnte sie sich dennoch nicht den erwünschten Vorteil ausarbeiten, um zu einem siegenden Zug zu kommen. Die Situation endete schliesslich in einer Stellung, in der Mann/Frau sich ohne schlechtes Gewissen auf ein Remis einigen konnte.

So gingen wir nicht mit einem (still erhofften) Sieg nach Hause, sondern mit einem Remis. Dies ist für uns aber auch OK. Wir nehmen Runde für Runde. Wir werden dann halt das nächste Mal gewinnen ;-)

Urs der Captain

 

SGM 2. Runde vom 20. November 2016

Grenchen 2          -       Köniz-Bubenberg 3     4 : 0

Brett Grenchen 2   SKKB 3 Resultat
1 Daniel Hänggi - Sirlei Käsermann 1 : 0
2 Jürg Michel Rickli - Frank Müller 1 : 0
3 Paul Lüdi - Hans Mink 1 : 0
4 Mahir Ugurlu - Urs Härdi 1 : 0

 

SGM 1. Runde vom 29. Oktober 2016

Köniz-Bubenberg 3   -   Köniz-Wabern 2       1.5  :   2.5

Brett SKKB 3   Köniz-Wabern 2 Resultat
1 Sirlei Käsermann - Roger Geismar 0 : 1
2 Frank Müller - Ulrich Bachmann 1/2 : 1/2
3 Urs Härdi - Karl Brückler 0 : 1
4 Hans Mink - Hansueli Wenger 1 : 0

In der ersten Runde der SGM kämpften wir bereits erfolglos. Dort holten wir aber wenigstens einen elotechnisch erwarteten Punkt dank dem Sieg von Hans. Und noch einen schön herausgespielten halben Punkt von Frank gegen einen deutlich stärkeren Gegner. So konnten wir immerhin an einem Remis schnuppern. Aber eben nur schnuppern.

In der 2. Runde hatten wir alle einen stärkeren Gegner was die ELO betraf. Wobei mein Gegner nur unwesentlich mehr Punkte hat. Was bei den anderen anders war, denn dort waren es teilweise 200 oder 300 Differenz. Mein Gegenüber fand den entscheidenden Zug im Mittelspiel, welchen den Beginn meines Endes einläutete. Ich geriet zunehmend in Rücklage und musste noch vor dem 40. Zug aufgeben, da die Situation einfach aussichtlos war.

Hans war noch schneller fertig als ich. Nicht was die Züge, aber was die Zeit anging. Auch ihm erging es ähnlich wie mir. Es gibt jeweils einen Scheideweg innerhalb eines Spieles. Hans konnte zwischen 2 Möglichkeiten auswählen und entschied sich dann leider für den zweitbesten Zug. Und wie das dann so läuft, kippte das Spiel zu seinen Ungunsten und auch seine Partie ging somit verloren.

Frank hatte sich ein starkes Zentrum aufgebaut. Die Situation präsentierte sich für den Beobachtenden als spannend und herausfordernd. Auch hier wurden die Weichen in dieser Konstellation gestellt. Auch hier leider nicht auf den Weg der Siegesstrasse. Selbst gute Angriffszüge von Frank, welche später noch folgten, konnte der Gegner parieren. Diese Lösungen nahmen dann viel Zeit des Gegners in Anspruch, was diesen jedoch nicht daran hinderte, das Spiel souverän für sich zu entscheiden.

Zu guter Letzt war noch Sirlei am Kämpfen, um wenigstens einen Ehrenpunkt einzufahren. Sie hatte sich bis zur Zeitkontrolle sehr gut geschlagen. Beim 40. Zug erarbeitete sich ihr Gegner aber einen entscheidenden Vorteil, als er die 6. und 7. Linie mit seinen Türmen besetzen konnte. Obwohl Sirlei zu diesem Zeitpunkt mit zwei Leichtfiguren für einen Trum noch leichten Vorteil hatte, war der Druck aber doch zu übermächtig und führte auch bei ihr zum Verlust der Partie.

Fazit dieser Runde: Spielerisch waren wir alle ziemlich gut unterwegs. Aber die jeweiligen Elo- Vorsprünge dürften ausschlaggebend gewesen sein, dass wir unsere Partien nicht einfahren konnten, wie wir uns das gewünscht hätten. Insofern ist das 4 zu 0 ein ziemlich brutales Ergebnis geworden. Aber: Dann werden wir eben in der nächsten Runde siegen!

Urs, der Mannschaftsleiter